Projekte

Während die Forschungsinteressen allgemeinere Fragestellungen und Forschungsfelder markieren, befinden die am DIID ansässigen Projekte in der konkreten Umsetzung.  Die Projekte dienen der Vorbereitung längerfristiger Forschungsvorhaben, bearbeiten Teilfragestellungen oder sind Fortführungen bestehender Projekte der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DIID.

#meinfernsehen 2021 – Partizipationsverfahren zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Fernsehens

18. Dezember 2020

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist umstrittener denn je. Doch in der Öffentlichkeit werden Diskussionen diesbezüglich zumeist von den immer gleichen Expert*innen und Akteur*innen aus Politik und Zivilgesellschaft geführt. Gemeinsam mit zwei großartigen Partnern wollen wir diesen Diskurs auf innovative Weise ergänzen und mit Hilfe eines Online-Beteiligungsverfahrens herausfinden: Was muss sich ändern, was sollte dem Fernsehen erhalten bleiben?

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DiscourseData4Policy (DD4P)

5. August 2020

Im Zuge des neuen Förderprogramms der „HHU-Zukunftsgruppen“ der Heinrich-Heine-Universität hat das Rektorat drei innovative Forschungsideen ausgewählt, um diese finanziell für maximal drei Jahre zu fördern.

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Komplexität von Problemen der kooperativen Spieltheorie

15. Juni 2020

Das zentrale Ziel dieses Projekts ist die Weiterentwicklung der Theorie der hedonischen Spiele, die sich in jüngster Zeit rasant entwickelt und viele interessante Ergebnisse, aber auch wichtige offene Fragen hervorgebracht hat. Dabei wird zum einen ein konzeptueller Beitrag angestrebt, bei dem der neue Begriff der „altruistischen“ hedonistischen Spiele eingeführt und detailliert untersucht wird.

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Komplexität strategischen Verhaltens in der gemeinsamen Entscheidungsfindung

27. Mai 2020

Dieses Forschungsprojekt fällt in den Bereich computational social choice (COMSOC), in dem die klassische Sozialwahltheorie und Ökonomie auf Theoretische Informatik (insbesondere Komplexität und Algorithmik) und Künstliche Intelligenz (insbesondere Multi-Agenten-Systeme) treffen. Das Hauptziel dieses Projekts ist es, die Berechnungskomplexität strategischen Verhaltens in zwei zentralen Gebieten der kollektiven Entscheidungsfindung zu untersuchen: Wahlen und Allokation unteilbarer Güter.

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Schweigespirale vernetzt: Der Prozess der öffentlichen Meinungsbildung aus der Meso-Perspektive

28. April 2020

Das Projekt untersucht, welchen Einfluss personale und mediale Informationsquellen in individuellen Kommunikations-Netzwerken auf die Wahrnehmung öffentlicher Meinung und auf die Meinungsbildung zu aktuellen Themen haben. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen mit Widersprüchen in digitalen Umgebungen umgehen, also etwa damit, dass Beiträge in Massenmedien im Widerspruch zu nutzergenerierten Beiträgen auf digitalen Plattformen stehen und beide via Social Media von Freunden oder Kolleginnen weitergeleitet und kommentiert werden, die wieder eine andere Sichtweise haben.

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Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz (MeMo:KI)

29. Januar 2020

In den letzten Jahren wurden von der europäischen bis auf die Landesebene zahlreiche Strategiepapiere zur Entwicklung der Digitalisierung und der sogenannten Künstlichen Intelligenz (KI) veröffentlicht. Allen gemein ist die Absicht einer stärkeren Orientierung am Menschen und am Gemeinwohl. Nimmt die Politik ihren eigenen Anspruch ernst, ist sie auf die Unterstützung einer aktiven und aufgeklärten Zivilgesellschaft angewiesen, die mündig und selbstbestimmt Ihre Bedürfnisse und Ideen in die Gestaltung von Digitalisierungspolitik einbringt.

Andernfalls bleiben Entwicklung und Durchsetzung der KI-Technologien der interessierten Industrie vorbehalten, deren primäres Ziel Gewinnmaximierung und Effizienzsteigerung ist. Studien aus den USA und aus Großbritannien zeigen, dass die öffentliche Debatte bislang stark von der Industrie dominiert ist (Brennen et al. 2018; Fast & Horvitz 2017). Dabei argumentieren diese Akteure aus Ihrer ganz spezifischen Logik heraus. Für den deutschen Diskurs liegen bislang keine systematischen Erkenntnisse vor. Diese Lücke soll der Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz [MeMo:KI] schließen. In Forschungspartnerschaft mit dem Center for Advanced Internet Studies (CAIS) erforscht ein Team von Kommunikations- und Sozialwissenschaftler*innen um Prof. Dr. Frank Marcinkowski die Konstitution und Veränderung öffentlicher sowie in den Medien veröffentlichter Meinungen zu KI.

Das Projekt ist von der Annahme getragen, dass die Realisierung eines umfassenden gesellschaftlichen Gestaltungsanspruchs einer Politisierung der Thematik bedarf. Das heißt zunächst, dass das Thema KI und Digitalisierung als Gegenstand der politischen Auseinandersetzung und Willensbildung anerkannt wird. Forschung aus anderen Themenfeldern wie der EU-Politik (u.a. De Wilde, 2011; Schattschneider, 1957) zeigt, dass drei Bedingungen erfüllt sein müssen: (1) das Vorhandensein alternativer Positionen in der öffentlichen Debatte (Polarisierung); (2) breite mediale Aufmerksamkeit, die für eine Popularisierung von Themen und Verbreitung verschiedener Positionen sorgt (Intensität); sowie (3) gesellschaftliche Aufmerksamkeit für ein Thema und wahlentscheidende Bedeutung (Resonanz). Ein treffliches Beispiel für eine solche Entwicklung bildet die jüngste Themen- und Politkarriere des Klimawandels. Inwiefern es bei KI einen vergleichbaren Verlauf geben wird, wird im MeMo:KI durch eine systematische Beobachtung der öffentlichen und veröffentlichten Meinung erfasst.

Die Untersuchung erfolgt mit einer Kombination verschiedener empirischer Methoden. Dabei kommen sowohl altbewährte Methoden sozialwissenschaftlicher Forschung wie Medieninhaltsanalysen und Befragungen als auch neue computergestützte Verfahren zum Einsatz:

  • Ein kontinuierliches Monitoring des Interesses an KI, relevanter Meinungen sowie von intendiertem Verhalten erfolgt über eine monatlich stattfindende Befragung der deutschen Bevölkerung ab 18 Jahre, die mindestens gelegentlich das Internet nutzt. Darüber hinaus werden in Sonderbefragungen aktuelle und spezifische Fragestellungen rund um KI behandelt.
  • Parallel dazu wird eine teilautomatisierte Themenanalyse der Medienberichterstattung durchgeführt. Damit lassen sich Verläufe in öffentlicher und veröffentlichter Meinung zu KI abbilden. Im Weiteren werden die Erkenntnisse mit manueller Inhaltsanalyse vertieft und damit unter anderem der Tenor der Berichterstattung oder die Akteursstrukturen untersucht.

Seit April 2021 wird das Projekt durch die Stiftung Mercator für eine Laufzeit von drei Jahren gefördert.
Zuvor hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen das Projekt für eine Laufzeit von Januar 2020 bis März 2021 gefördert.

DIID Monitor Online-Partizipation NRW 2.0

4. Juli 2019

Das Thema „Bürgerbeteiligung“ hat in den letzten Jahren für die Kommunen an Bedeutung gewonnen. Dabei gibt es verschiedene Formen und Kanäle, Bürgerinnen und Bürger an politisch-administrativen Entscheidungen wie beispielsweise Bauleitplanungen oder der Haushaltsplanung zu beteiligen. Manche Kommunen in Nordrhein-Westfalen nutzen dafür verstärkt das Internet.

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Flucht als Krise. Mediale Krisendarstellung, Medienumgang und Bewältigung durch Heranwachsende am Beispiel Flucht

16. Januar 2019

Spätestens seit der sogenannten „Flüchtlingskrise“ vor zwei Jahren wird intensiv diskutiert, wie die deutsche Gesellschaft mit Fluchtbewegungen umgeht, wie Fluchtursachen bekämpft und wie Migrantinnen und Migranten integriert werden können. Insbesondere die mediale Berichterstattung beeinflusst, welche Meinungen zum Thema Flucht, Migration und Integration in der Gesellschaft vorherrschen.

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Wirkungen des Wahl-O-Mat auf die “Political Sophistication” *

13. März 2018

Der Wahl-O-Mat hat sich im Vorfeld von Wahlen zu einem etablierten und beliebten Online-Tool der Bundeszentrale für politische Bildung entwickelt. Insgesamt wurden die verschiedenen Versionen bereits mehr als 60 Millionen Mal genutzt. Tools wie der Wahl-O-Mat werden als „Voting-Advice-Applications“ (VAAS) bezeichnet.

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Tandempromotion: Inzivilität in der politischen Online-Kommunikation: Typen, Ursachen, Wirkungen und Interventionen

6. März 2018

Die Erwartungen an öffentliche Online-Debatten und die Realität klaffen zunehmend auseinander. Häufig wird politische Online-Kommunikation nicht zu einem fruchtbaren und respektvollen Austausch genutzt, vielmehr sind Diskussionen im Netz oft geprägt von Hetzparolen, Pöbeleien und Verleumdungen. Diese inzivilen Verhaltensweisen haben nicht nur Folgen für die unmittelbar Beteiligten, sondern schrecken viele Bürgerinnen und Bürger ab, sich an politischen Online-Debatten zu beteiligen.

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Tandempromotion: Angebots- und Publikumsfragmentierung online

6. März 2018

In Politik, Wirtschaft und Wissenschaft werden die Chancen und Gefahren einer Fragmentierung des Medienangebots und dessen Publikum intensiv diskutiert. Den zahlreichen Hoffnungen und Befürchtungen, die mit dieser Veränderung verbunden werden, steht eine eher magere empirische Befundlage gegenüber. Zwei ineinander verzahnte Promotionen verfolgen das Ziel, aus medienökonomischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive, den Stand und den Verlauf der Fragmentierung online zu ermitteln und zu erklären.

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Nachwuchsforschergruppe: Deliberative Diskussionen im Social Web

6. März 2018

Öffentliche Anschlusskommunikation ist eine populäre Form der Online-Partizipation. Sie findet etwa statt, wenn Bürgerinnen und Bürger politische Nachrichten im Social Web öffentlich diskutieren, zum Beispiel auf Facebook und in den Kommentarbereichen von Nachrichtenmedien. Zunehmend prägen aber nicht die demokratischen Potenziale das Bild der öffentlichen Diskussionen, sondern Hasskommentare, Falschinformationen, Niveaulosigkeiten.

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DFG-Projekt: Distanzen in Wahlen

8. Januar 2018

Ziel des seit 2017 durch die DFG geförderte Projekt ist die systematische Untersuchung von ‚Distanzen in Wahlen‘. Im Rahmen des in der theoretischen Informatik  angesiedelten und mit insgesamt 285.000 Euro finanzierten Projekts (zwei Jahre Förderperiode) sollen Distanzen in Wahlen in dreierlei Hinsicht untersucht werden. Zum einen werden Distanzen in Wahlen von einzelnen Kandidaten untersucht.

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YOUniversity – Studentische Online-Partizipation zur Mitgestaltung von Seminarinhalten

26. September 2017

YOUniversity ist ein Online-Beteiligungsprojekt, das seit dem Wintersemester 2015/16 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf durchgeführt wird. Mittels einer Online-Plattform können Studierende die Inhalte ihrer Seminare mitgestalten sowie eigene Themen vorschlagen.In den vergangenen zwei Projektrunden haben sich über 200 Studierende unterschiedlicher Fakultäten an dem Projekt beteiligt, eigene Ideen in die Seminargestaltung eingebracht und Seminare diskursiv gestaltet.

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Online-Beteiligung im BUND NRW e.V.

22. Juni 2017

Das Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie (DIID) führt gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz  Deutschland Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. (BUND NRW e.V.) ein Online-Beteiligungsverfahren innerhalb des Landesverbands durch. Beteiligt sind die Landes- und Kreisvorstände des BUND NRW, die jeweiligen Vorstände der BUND NRW Jugend sowie die Sprecher*innen der Landesarbeitskreise.

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Begleitforschung zum Wahl-O-Mat anlässlich der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Mai 2017

20. April 2017

Seit der Bundestagwahl 2002 wird der Wahl-O-Mat als Online-Wahlhilfe durch die Bundeszentrale für politische Bildung eingesetzt. Der Wahl-O-Mat präsentiert den Nutzerinnen und Nutzer 38 Thesen aus unterschiedlichen Themenfeldern, zu denen sie sich „zustimmend“, „neutral“ oder „ablehnend“ positionieren können. Auf der Grundlage dieser Positionierung kalkuliert der Wahl-O-Mat dann im Abgleich mit den Parteipositionen die Nähe der Nutzerinnen und Nutzer zu den zur Wahl zugelassenen Parteien.

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D-BAS – Dialogbasiertes Argumentationssystem

18. Januar 2017

Das Internet bietet im Rahmen von Online-Partizipation die Möglichkeit, dass alle von einer Entscheidung betroffenen Menschen an der Ausarbeitung dieser Entscheidung mitwirken können. Ein grundlegendes Element von Online-Partizipation ist dabei die Diskussion zwischen den Teilnehmern. Bisherige Ansätze für die technische Unterstützung dieser Art von Diskussion lassen sich in Foren, Pro/Kontra-Listen sowie Argumentationskarten untergliedern. Diese bekannten Ansätze haben sich im Praxiseinsatz jedoch regelmäßig als problematisch erwiesen.

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